Sommerträume

Die Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht.

Die heißesten Tage des Jahres beginnen. Draußen ist es lange hell. Es ist die Zeit des Reifens.

Die Farbe des Sommers ist Rot. So wie die Kirschen, die nun rund und prall am Baum hängen.

Ich erinnere mich noch an Kindheitstage, als wir unter den Bäumen saßen und Kirschen aßen bis wir Bauchschmerzen bekamen. Wir starteten Wettkämpfe im „ Kirschkern Weitspucken“. Barfußlaufen durch die blühenden Wiesen, Blumenketten basteln, ausgelassenes Umherstreifen durch Wiese und Wald, das ist der Innbegriff des Kindersommers.

Kinder spüren noch den Herzschlag der Natur. Abends wollen sie nicht ins Bett, es ist ja noch hell draußen.

Doch unser Leben hat sich verändert. Wir haben uns von da draußen zurückgezogen in unsere Wohnhäuser. Wir sind abgekapselt und haben das Gefühl, was draußen ist gehört nicht zu uns. Ja es erscheint uns oft auch zu gefährlich. Da lauern Zecken, Mücken und der Fuchsbandwurm.

Aber noch immer sind wir Teil der Natur. Ich bin der Meinung wir Erwachsene brauchen wieder ein anderen Zugang um die Verbundenheit mit alle Lebendigen zu spüren.

Nach Ärger, Stress und Anspannung, zieht es uns hinaus in den Garten, auf die Wiese in den Wald. Warum ist das wohl so? Eine Frage die jeder für sich selbst beantworten darf. Unsere Erde ist voller Wunder, wenn wir uns darauf einlassen. Kinder können es. Sollten wir von ihnen lernen?

All das was wir in der Natur geschenkt bekommen, ist gratis. Es ist das pure Leben, welches so golden schimmert, wie die Kornfelder in diesen Tagen.

Die Arbeit kann warten, das Leben nicht.

Ich wünsche allen einen nicht enden wollenden Sommer.

Herzlichst,

Manuela Buczior.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.